Frankfurt am Main – Stadtporträt

Johann Wolfgang Goethe schrieb in seinem autobiografischen Werk „Dichtung und Wahrheit“: „Am 28. August 1749, mittags mit dem Glockenschlag 12, kam ich in Frankfurt am Main zur Welt“. Dass Frankfurt die Stadt Goethes ist, das wird Ihnen bei einem Spaziergang durch die Stadt immer wieder klar: Goetheplatz, Goethestraße, Goethe-Universität – um es auf den Punkt zu bringen, die Frankfurter sind mächtig stolz darauf, dass der berühmte Dichter ein Kind ihrer Stadt ist. Zwar verbrachte Goethe ein Großteil seines Lebens in Weimar und sprach nicht nur Gutes über Frankfurt, aber dennoch entstanden dort einige seiner bedeutendsten Werke wie beispielsweise das Drama „Götz von Berlichingen“ und „Die Leiden des jungen Werther“. Und an so manchen der lauschigen Plätze, die in Frankfurt auch heute noch zu finden sind, brach er die Herzen der stolzesten Frauen.

Frankfurt – ein globales Dorf

Dass Frankfurt nach Höheren strebt, ist nicht zu übersehen. Frankfurt ist ein kontinentales Finanzzentrum und der europäische Verkehrsknoten. Aber dennoch, die Europastadt ist rund um ihr Rathaus am Römerberg mit den wieder aufgebauten Fachwerkhäusern eine wahre Puppenstadt geblieben und nennt sich sogar selbst gern „die kleinste Metropole der Welt“. Wenn Sie als Besucher nach Frankfurt kommen, dann werden sie überrascht sein und denken „What a small Town“, denn Frankfurt zählt rund 700.000 Einwohner und das ist ein Zehntel derer von gesamt Hessen. So benötigen Sie keine 20 Minuten, um vom Westend ins Ostend zu gelangen – zu Fuß!

Selbst wenn das Leitmotiv von Frankfurt „Internationalität“ heißt, so geht es in vielen Stadtteilen doch hier und da sehr beschaulich zu. Man kann sogar behaupten, dass hier zuweilen die Gemütlichkeit eines Dorfes mit Fachwerk, engen Gassen und traditionellen Apfelwein-Schänken herrscht. Ein krasser Vergleich dazu ist das Bahnhofsviertel, denn dort herrscht der weltstädtische Charakter der Stadt. Dort sind die Stadtväter noch bemüht, das Viertel durch vielfältige Fördermaßnahmen aufzuwerten.

Ein Viertel, das als anrüchig verschrien ist

Seit Jahrzehnten hat das Frankfurter Bahnhofsviertel einen berühmt-berüchtigten Ruf, wobei das Geschäft mit dem Sex dort nicht alles ist. Dort leben auf rund einem Quadratkilometer über 100 Nationalitäten in bisweilen prächtigen Gründerzeithäusern friedlich neben- und miteinander. Auf den Bürgersteigen können Sie Unterhaltungen in allen Sprachen der Welt lauschen und an jeder Ecke gibt es Spezialitäten aus Italien, Indien, Pakistan, China oder der Türkei. Vor vielen Cafés stehen sogar an den warmen Tagen Stühle und Tische auf dem Bürgersteig, die zum Werweilen einladen.

Eine Stadt mit internationalem Flair

Die Frankfurter leben gut und gern in der Stadt, bei der zwischen dem internationalen Flair und der anheimelnden Gemütlichkeit oftmals nur noch ein schmaler Grat besteht. Selbst wenn Sie nur auf der Durchreise sind, sie werden diese Atmosphäre spüren, wenn Sie einen einzigen Blick von einer der Mainbrücken über das den Römerberg mit seiner bürgerlichen Pracht und die imposante Skyline der modernen Hochhäuser schwelgen lassen.

Lina

  • StadtDortmund, Düsseldorf, Weltweit
  • Alter21
  • Maße87-60-88
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